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Kondensatbildung bei Flach- und Röhrenkollektoren

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Kühlt warme Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit ab, so bildet sich Kondenswasser. In den luftgefüllten Flachkollektoren ist es praktisch daher nicht vermeidbar, dass sich gelegentlich Kondenswasser bildet. Das geschieht vorzugsweise dann, wenn der Kollektor am Tag sehr heiß wird und in der Nacht deutlich abkühlt. Insbesondere die extremen Temperaturen im Fall einer thermischen Stagnation begünstigen die Bildung von Kondenswasser. Vakuum-Röhrenkollektoren sollten davon nicht betroffen sein. Sind sie es doch, ist das ein Hinweis auf ein ernstes Problem. Vermutlich ist Luft in den evakuierten Kollektor gelangt, möglicherweise auch Wasser. Das betrifft selbstverständlich nicht die Kondensation im Inneren der Rohre, die bei Hochtemperatur-Röhrenkollektoren zum Funktionsprinzip gehört. Die Flüssigkeit wird dabei in den Röhren verdampft, die anschließende Kondensation ist Teil der planmäßigen Wärmabgabe an die Solarflüssigkeit.

Belüftungssysteme können überfordert sein

Flachkollektoren verfügen über Belüftungsöffnungen. Eine ihrer Funktionen besteht darin, bei extrem hohen Temperaturen ein Entweichen der Luft zu ermöglichen und so einem hohen Überdruck vorzubeugen. Daneben sorgen sie für einen regelmäßigen Austausch der Luft im Kollektor. Kühlt der Kollektor abends ab, wird die Luft im Inneren allmählich gegen kältere Umgebungsluft ausgetauscht. Gelänge dieser Austausch vollständig, käme es zu keiner Kondensation, weil die von außen zugeführte Frischluft im Kollektor nicht noch weiter abkühlt. Allerdings ist bei der Größe der Belüftungsöffnungen immer ein Kompromiss erforderlich. Ein zu schneller Luftaustausch bedingt zugleich einen erheblichen Wärmeverlust. Aus diesem Grund werden die Belüftungsöffnungen bewusst klein gewählt, das Risiko einer gelegentlichen Bildung von Kondenswasser wird in Kauf genommen.

Ständig beschlagene Kollektorabdeckung?

In diesem Fall liegt ein Fehler vor. Zunächst ist zu prüfen, ob alle Dichtungen in einwandfreiem Zustand sind und kein Wasser von außen eindringt. Möglich ist auch, dass die Belüftung nicht ausreichend dimensioniert ist. Wenn die Scheibe des Solarkollektors ständig beschlagen ist, muss das jedoch nicht zwingend auf eine Kondensation hindeuten. Es kann vorkommen, dass sich Ausgasungen der Dichtungsmasse auf der Scheibe niederschlagen.

Auswirkungen der Kondensation

Beschlagenes Kollektorglas mindert den Ertrag der Anlage erheblich, da erheblich mehr Sonnenlicht absorbiert wird. Weitere Auswirkungen hängen von der konkreten Ausführung des Kollektors ab. Die Oberflächen der Absorber können Schaden nehmen, unterschiedliche Beschichtungen weisen eine unterschiedliche Resistenz gegen Wasser auf. Die Abdichtungen der Glasabdeckung und der Rohrzuflüsse können undicht werden, wenn die Dichtungsmasse ständig nass ist und allmählich verrottet.

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