Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Kollektorleistung & Ertrag

Die Leistung eines Solarkollektors hängt unmittelbar von der Intensität der einfallenden Sonnenstrahlung ab. Die Abhängigkeit dieser Strahlungsleistung von den Jahreszeiten ist recht komplex, weil mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Die Leistung der Kollektoren ist ungefähr proportional zur Strahlungsleistung, unterliegt also denselben jahreszeitlichen Einflüssen.

Vergleich sonniger Tage

Im ersten Schritt kann ein Vergleich zweier sonniger Tage im Sommer und im Winter angestellt werden. Im Winter ist die Strahlungsintensität etwa halb so hoch wie im Sommer. Die Sonne steht flacher am Himmel, was zwei Auswirkungen hat. Der dominierende Effekt ist der geometrische: Je tiefer die Sonne steht, desto geringer ist die aus der Perspektive der Sonne sichtbare Fläche. Am 21. Juni steht die Sonne mittags am höchsten, in Hannover steht sie dann 62,5 Grad über dem Horizont, in München 65,5 Grad. Am 21. Dezember steht sie besonders tief, nämlich um 47 Grad flacher. In Hannover also 14,5 Grad und in München 17,5 Grad. Neben diesem rein geometrischen Effekt kommt noch hinzu, dass die Sonnenstrahlung bei flachem Einfallswinkel einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen muss, also stärker absorbiert wird. Aufgrund dieser beiden Effekte ist die Strahlung auch an einem sonnigen Wintertag nur halb so intensiv wie an einem Sommertag. Statt etwa 1.000 Watt pro Quadratmeter im Sommer beträgt sie im Winter nur 500 Watt.

Wettereinflüsse

Die Leistung einer Solarthermie Anlage wird in drei übrigen Jahreszeiten gegenüber dem Sommer noch dadurch zusätzlich reduziert, dass sonnige Tage seltener vorkommen. An einem wolkigen Tag sinkt die Strahlungsleistung um etwa 80 Prozent. Kommen Nebel und Dunst in der Atmosphäre hinzu, können es sogar 90 Prozent sein. Von Mai bis August liegt die typische Sonnenscheindauer in Deutschland bei 160 bis 200 Stunden pro Monat, von November bis Januar zwischen 40 und 50 Stunden.

Ausrichtung

Die Solarkollektoren sind meist so ausgerichtet, dass sie in den Sommermonaten einen optimalen Winkel zur Sonne aufweisen. Das führt zu Verlusten, wenn die Sonne tief steht. Aus diesem Grund ist für Solarthermie Anlagen mit Heizunterstützung ein steilerer Winkel empfehlenswert, um die flacher stehende Sonne im Herbst und im Frühling besser zu nutzen. Die Leistung im Winter ist ohnehin so gering, dass es der Mühe nicht Wert ist, hier ein Paar Prozent herausholen zu wollen.

Bildquelle: Mica Theleni unter CC BY-SA 3.0

Jetzt Angebote vergleichen
Solaranlagen-Angebote
  • Unabhängige Beratung
  • Kostenlos & unverbindlich
  • 30% sparen

Feedback