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Berücksichtigung der Solarthermie in der Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung fasst zwei früher getrennte Verordnungen zusammen, in denen die Heizungstechnik und die Wärmedämmung getrennt geregelt waren. Daher war es früher nicht möglich, beispielsweise die Vorteile einer Heizung mit hohem Wirkungsgrad mit etwaigen Mängeln in der Wärmedämmung zu verrechnen, ganz zu schweigen von möglichen Energiegewinnen aus regenerativen Energien. Heute ist die Gesamtbilanz des Gebäudes in den Fokus gerückt. Dem Eigentümer bleibt damit eine größere Freiheit bei der Wahl der Mittel, mit denen er die Energiebilanz seines Hauses verbessern möchte. Sogar die Anrechnung des selbst verbrauchten Stroms einer Photovoltaik Anlage ist seit 2009 möglich.

Wie wird eine Solarthermie Anlage berücksichtigt?

Die Energieeinsparverordnung schreibt für fast jedes Wohngebäude einen Energieausweis vor, der potenziellen Käufern oder Mietern vorzulegen ist. Die wichtigste Angabe in diesem Ausweis ist der Primärenergiebedarf des Hauses. Zu unterscheiden ist zwischen dem verbrauchsorientierten und dem bedarfsorientierten Energieausweis. Im verbrauchsorientierten Energieausweis wird der Primärenergiebedarf anhand realer Werte der letzten Jahre ermittelt. Hier ist die Berücksichtigung einer Solarthermie Anlage besonders einfach, sie erfolgt automatisch über den verringerten Bezug von Heizenergie. Komplizierter stellt sich die Situation beim bedarfsorientierten Energieausweis dar. Der Primärenergiebedarf wird dabei anhand recht komplizierter Regeln berechnet, auch die Art der Berücksichtigung einer Solarthermie Anlage ist genau vorgeschrieben. Der Energiebedarf für die Raumheizung wird dabei um einen festen Prozentsatz reduziert, der von der Größe des Hauses abhängt. Für Einfamilienhäuser werden pauschal zehn Prozent Beitrag zur Heizung angenommen, sofern der Solarkollektor die dazu erforderliche Mindestgröße aufweist, die von der Größe des Gebäudes abhängt. Wird mit der Installation der Solarthermie Anlage auch der Heizkessel ausgetauscht, wird dessen Beitrag zur Energiebilanz durch die verbesserte Effizienzeinstufung der Heizung berücksichtigt. Dies gilt auch, wenn im Zuge der Installation die Dämmung der Rohrleitungen verbessert wird.

Nicht alles ist erlaubt

Der in der Energieeinsparverordnung vorgesehenen Verrechnung einer effizienten Heizung mit einer schlechteren Dämmung sind Grenzen gesetzt. Beim Bau oder bei der Sanierung sind maximale Grenzwerte für die so genannten Transmissionsverluste einzuhalten. Diese beschreiben die Wärmeabgabe des Hauses an die Umgebung. Das ergibt durchaus Sinn. Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz werden staatlich gefördert. Es wäre nicht im Sinne dieser Regelung, einen Austausch einer defekten Heizung als umweltfreundliche Maßnahme zu fördern, wenn die Energiebilanz des Hauses nach wie vor sehr schlecht ist.

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