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Energetische Amortisation der Solarthermie Anlage

Die energetische Amortisationszeit gibt die Zeit an, nach der eine Solarthermie Anlage eine ausgeglichene Energiebilanz aufweist. Nach dieser Zeit hat sie die Menge an Energie erzeugt, die für die Herstellung, den Transport, die Wartung und die spätere Entsorgung erforderlich ist. Um das zentrale Ergebnis vorweg zu nehmen: Für eine Solarthermie Anlage liegt die energetische Amortisationszeit zwischen zwei und vier Jahren. Das ist deutlich weniger als die typische Betriebsdauer einer solchen Anlage, die zwischen 20 und 30 Jahren liegt.

Was kann daraus geschlossen werden?

Offensichtlich stellt die Solarthermie eine ökologisch sinnvolle Technologie dar, sie erzeugt ein Vielfaches der Energie, die insgesamt aufgewendet werden muss. Zur Beurteilung der Solarthermie insgesamt ist die energetische Amortisationszeit daher eine sehr hilfreiche Information. Komplizierter ist die Frage, ob die Angabe der energetischen Amortisationszeit als Kriterium für einen Vergleich verschiedener Solarthermie Anlagen geeignet ist. Wo sich eine Anlage im oben genannten Intervall von zwei bis vier Jahren einreiht, hängt leider nicht nur von den technischen Details ab, sondern auch empfindlich von der Art der Berechnung. Beispielsweise wird oft auf der Habenseite der Energiebilanz die Energie verbucht, die aufgrund der Solarthermie Anlage weniger verbraucht wird. Das ist nicht unplausibel, bringt aber ein Problem mit sich: In sehr schlecht gedämmten Gebäuden läuft eine Anlage mit Heizunterstützung im Frühjahr und im Herbst oft unter Volllast, weil viel Energie benötigt wird. Je schlechter der Wirkungsgrad der konventionellen Zusatzheizung und je schlechter die Dämmung des Hauses, desto höher die eingesparte Energie. Die energetische Amortisationszeit ist dann besonders kurz, aber die zusätzlich aus fossilen Brennstoffen zu erzeugende Energie leider auch. Weitere Unsicherheiten in der Berechnung rühren daher, dass auch der Energieaufwand für die Gewinnung der für die Herstellung eine Anlage erforderlichen Rohstoffe auf verschiedene Weise abgeschätzt werden kann.

Fazit

Die Bestimmung der energetischen Amortisationszeit einer Anlage ist mit großen Unsicherheiten behaftet. Unterschiedliche Berechnungen für dieselbe Anlage können im Ergebnis durchaus Differenzen von einem halben Jahr oder sogar noch mehr aufweisen. Glücklicherweise ist die Amortisationszeit bei jeder Berechnung im Vergleich zur Lebensdauer der Anlage so kurz, dass die positive Ökobilanz nicht von der konkreten Berechnungsmethode abhängt. Ob der einmalige Energieaufwand bei der Herstellung und der Entsorgung ein wenig höher oder niedriger ist, spielt eine untergeordnete Rolle. Für eine konkrete Kaufentscheidung ist der genaue Wert der Amortisationszeit daher wenig hilfreich. Wichtig ist die Energiebilanz im Betrieb, also das Verhältnis von erzeugter Wärme zum Stromverbrauch der Anlage.

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