Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Auffangbehälter & austretende Solarflüssigkeit

Austretende Solarflüssigkeit ist immer ein Hinweis auf ein bestehendes Problem und kann darüber hinaus noch weitere Probleme verursachen. Die ausgetretene Flüssigkeit selbst ist recht unproblematisch zu handhaben, sie ist weder giftig noch ätzend, kann allerdings heiß sein. Dennoch muss sie als Sondermüll entsorgt werden und keinesfalls über das Abwasser. Solarflüssigkeit besteht üblicherweise zu etwa 60 Prozent aus Wasser und zu rund 40 Prozent aus Polypropylenglykol. Andere Zusätze sind in geringer Konzentration möglich. Ein Austritt von Solarflüssigkeit äußert sich in einem Druckabfall innerhalb der Anlage.

Wie kommt es zum Flüssigkeitsaustritt?

Besonders ärgerlich sind zunächst unbemerkte Austritte, die an Dichtungen und Rohrverbindungen auftreten können. Solche Verbindungselemente sind in einer Solarthermie Anlage hohen Druck- und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Das gilt in erhöhtem Maße für Anlagen, die auch zum Heizen benutzt werden. Insbesondere heiße Sommertage mit wechselnder Bewölkung stellen in diesem Fall eine starke Belastung dar, da unter diesen Bedingungen die höchsten Drücke und Druckschwankungen auftreten. Ein hoher Druck kann auch dazu führen, dass durch das Überdruckventil Solarflüssigkeit kontrolliert abgelassen wird. Das sollte nicht passieren, denn bei ausreichender Dimensionierung fängt der Druckausgleichsbehälter alle im Betrieb auftretenden Drücke auf. Dramatische Folgen hat ein solches Ablassen von Flüssigkeit jedoch nicht, die im Auffangbehälter gesammelte Flüssigkeit kann wieder in die Anlage eingefüllt werden.

Der Auffangbehälter

An den Auffangbehälter (Nr. 16 in der Grafik), der die über das Sicherheitsventil abgelassene Flüssigkeit auffängt, sind keine hohen Anforderungen gestellt. Wirklich zwingend vorgeschrieben ist nur, dass ein solcher Auffangbehälter tatsächlich vorhanden ist, die austretende Solarflüssigkeit also gesammelt wird. Der Auffangbehälter sollte jedoch selbstverständlich sauber sein, wenn die abgelassene Solarflüssigkeit wieder in die Anlage eingefüllt werden soll.

Folgen austretender Solarflüssigkeit

Tritt Solarflüssigkeit unbemerkt aus, sinkt damit auch der Volumenstrom innerhalb der Anlage. Im ersten Schritt führt das lediglich zu einer Abnahme der Heizleistung. Wird die Flüssigkeit nicht rechtzeitig ersetzt, können allerdings erheblich schwerwiegendere Problem auftreten. Zunächst führen der sinkende Druck und die abnehmende Volumenströmung dazu, dass sich vermehrt Ablagerungen an den inneren Rohrwänden absetzen. Darüber hinaus kann vermehrt Luft in die Anlage gelangen, weswegen sie bei einem festgestellten Flüssigkeitsverlust entlüftet werden sollte. Luft dehnt sich bei Erhitzung deutlich stärker aus, was größere Druckschwankungen zur Folge hat. Gerät zu viel Luft in die Pumpen, können diese sogar heißlaufen.

Bildquelle: Kino - CC BY-SA 3.0

Jetzt Angebote vergleichen
Solaranlagen-Angebote
  • Unabhängige Beratung
  • Kostenlos & unverbindlich
  • 30% sparen

Feedback