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Solarthermie-Technologiekonferenz am 30./31.1.2013 in Berlin

In Berlin treffen sich Ende Januar 2013 Vertreter von Forschungsinstituten und Unternehmen sowie Politiker im Rahmen einer Tagung zur Zukunft der Solarthermie. Themen der Konferenz werden neben technologischen Neuerungen auch Maßnahmen sein, den Ausbau der Solarthermie zu beschleunigen. Veranstalter sind der Bundesverband der Solarwirtschaft sowie der Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik.

Solarthermie und Energiewende

Zentrales Anliegen der Konferenz ist es, die Beiträge der Solarthermie zur Energiewende darzustellen. Tatsächlich konzentriert sich die politische Diskussion weitgehend auf die Methoden der Stromerzeugung aus regenerativen Energien und vernachlässigt die Solarthermie demgegenüber. Dabei ist das Potenzial der Solarthermie erheblich, rund ein Drittel der zum Heizen und zur Warmwasserbereitung benötigten Energie könnte bereits heute durch Solarkollektoren gewonnen werden, hinzu kommen erhebliche Beiträge zur Erzeugung von Prozesswärme. Die Themen der Tagung sind entsprechend allgemein gehalten, um alle zur schnelleren Verbreitung der Solarthermie geeigneten Maßnahmen abzudecken. Dabei stehen auch organisatorische Probleme zur Diskussion. Ein Themenschwerpunkt beschäftigt sich mit der schnelleren Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Technologien. Tatsächlich ist das Innovationstempo der Solarthermie vergleichsweise gering. Zwar sind auch auf Technologiefeldern wie der Photovoltaik und der Windenergie in den letzten Jahren eher bescheidene Fortschritte erzielt worden, aber die Kosten im Bereich Solarthermie konnten dank neuer Fertigungsverfahren deutlich gesenkt werden. Der Preis der Solarkollektoren gilt heute insbesondere für industrielle Anwendungen als wesentliches Hindernis auf dem Weg zu einer schnelleren Verbreitung.

Schwerpunkte für industrielle Anwender

Industrielle Anwender stehen im Blickpunkt eines weiteren Schwerpunkts der Konferenz. Themen sind die Erzeugung von Wärme und Kälte für industrielle Anwendungen sowie die Trinkwassergewinnung durch solarthermische Entsalzungsanlagen. All diese Technologien setzen auf einen sofortigen Verbrauch der erzeugten Wärme. Das erklärte Ziel, mehr als die Hälfte des gesamten Wärmebedarfs aus der Solarthermie zu decken, erfordert die Entwicklung von Wärmenetzen und saisonalen Speichern, die einen wesentlichen Schwerpunkt der „Forschungsstrategie Niedertemperatur-Solarthermie 2030“ bildet. Aussichtsreich scheinen gegenwärtig Speicher im Erdreich zu sein, die relativ niedrige Temperaturen über lange Zeit speichern können. Allerdings findet praktische Forschung auf diesem Gebiet kaum statt, da es mangels kurzfristiger Renditeaussichten für Unternehmen noch relativ uninteressant ist. Eine der wesentlichen Voraussetzungen der ehrgeizigen Strategie ist damit schnell formuliert: „Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, ist in den kommenden Jahren eine signifikante und nachhaltige Erhöhung der öffentlichen Forschungsförderung unbedingt erforderlich.“ Womit vermutlich zugleich das wichtigste Ziel der Konferenz benannt ist.

Bildquelle: BSW-Solar e.V.

 

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