Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Steigende Nachfrage bei Solarkollektoren erwartet

In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben mehr als 70.000 private Haushalte eine Solarthermie Anlage installiert. Damit ist die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um mehr als fünf Prozent gesunken, was den Bundesverband der Solarwirtschaft allerdings nicht in Alarmstimmung versetzt. Ganz im Gegenteil, die Zukunftsaussichten werden dort sehr positiv bewertet. Dieser Optimismus scheint durchaus begründet zu sein.

Steigende Rohstoffpreise fördern den Absatz

Eine Solarthermie Anlage mit Heizunterstützung spart im privaten Haushalt typischerweise rund die Hälfte der Energiekosten für die Heizung und die Warmwasserbereitung ein. Die Rentabilität einer solchen Anlage hängt damit unmittelbar mit den Energiekosten zusammen. Dabei sind die tatsächlichen aktuellen Kosten nicht entscheidend, viel wichtiger sind die Erwartungen an die Preisentwicklung in den nächsten 20 bis 30 Jahren. Diese sind für die Verbraucher nach übereinstimmender Einschätzung aller Experten wenig erfreulich – umso erfreulicher sind sie für die Hersteller von Solarthermie Anlagen.

Verbesserte Förderbedingungen

Die staatliche Förderung von Solarthermie Anlagen wurde zum 15. August 2012 deutlich verbessert. Dies gilt im besonderen Maße für typische Kleinanlagen auf Einfamilienhäusern, da neue Mindestfördersätze eingeführt wurden. So blieb die Höhe der Förderung durch das BAFA für Flachkollektoren mit 90 Euro pro Quadratmeter zwar unverändert, es wurde jedoch eine neue Untergrenze von 1500 Euro ins Gesetz aufgenommen. Eine Kleinanlage mit Heizunterstützung verfügt durchschnittlich über eine Kollektorfläche von 13 Quadratmetern, die neue Untergrenze macht hier ein Plus von 330 Euro aus. Hinzu kommen einige Verbesserungen der Förderung, die als „Effizienzbonus“ oder „Bonusförderung“ bezeichnet werden. Kurz zusammengefasst geht es dabei darum, dass immer dann Zuschläge auf die Förderung gewährt werden, wenn mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz des Gebäudes kombiniert werden. Dabei kann die Solarthermie Anlage beispielsweise mit einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe kombiniert werden, auch eine gleichzeitig vorgenommene Wärmedämmung wird extra honoriert.

Gute Aussichten für die Solarthermie

Der Konkurrent der Solarthermie um den Platz auf dem Dach ist die Photovoltaik. In diesem Wettbewerb kann die Solarthermie aktuell auf den großen Vorteil verweisen, völlig unumstritten zu sein. Solarthermie Anlagen werden im laufenden Betrieb nicht gefördert, sondern nur bei der Anschaffung. Von der aktuellen Diskussion um Schritte gegen die Erhöhung der EEG-Umlage sind sie also nicht betroffen. Darüber hinaus dienen die Anlagen ausschließlich der Selbstversorgung und schaffen so keinen zusätzlichen Bedarf an Transportkapazitäten für Energie. Im Gegensatz zur Photovoltaik scheint hier also auch in Zukunft nicht mit einem Zurückfahren der Förderung zu rechnen zu sein.

Bildquelle: BSW-Solar

 

Feedback