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Solarwärme-Markt verdreifacht sich bis 2020

Mit dem „Fahrplan Solarwärme“ hat der Bundesverband Solarwirtschaft ein Konzept vorgestellt, das die Nutzung von Solarthermie in Deutschland bis 2020 verdreifachen soll. Erarbeitet wurde die Studie durch die Beratungsunternehmen Technomar und CO2-Online sowie durch das Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik der Universität Stuttgart. Sie beinhaltet sämtliche Aspekte der Solarthermie, von der Analyse des aktuellen Ist-Zustandes bis hin zu verlässlichen Prognosen in den Bereichen Ausbau, Technologie und Preise. Besonderes Augenmerk legt das Konzept auf die Senkung der Produktionskosten, die bis 2020 etwa 14 % günstiger werden sollen, bis zum Jahr 2030 sogar um 40 %. Bedingungen dafür sind die Entwicklung alternativer Speichersysteme, preiswertere Fertigungsverfahren und die Einbeziehung innovativer Technologien.

Stärkere Rolle der Solarthermie in der Energiewende gefordert

Das Jahr 2020 spielt in der der deutschen Energiepolitik mittlerweile eine entscheidende Rolle, denn die meisten Ziele der erneuerbaren Energie sind auf diesen Zeitpunkt abgesteckt. In der Übergangsphase des Atomausstiegs sollen ausreichende Alternativen zur Verfügung stehen, die am besten natürlich aus dem Bereich der erneuerbaren Energien kommen sollen. Der „Fahrplan Solarwärme“ rückt deshalb die Energiewende auf dem Solarwärme-Markt in den Focus, denn die Politik hat diesen Bereich bisher wenig beachtet. Schlimmer noch: etliche Kritiker befürchten, dass die konservative Regierung lieber auf konventionelle Brennträger zurückgreift, als die Energiewende gleich für den nächsten Ausstieg zu nutzen. Der Ausstieg aus der Energieproduktion auf der Grundlage fossiler Brennträger ist nach vielen Expertenberechnungen zwischen 2040 und 2050 möglich.

Solarwärme unterstützt die Energiewende sofort

Auch ohne stärkere staatliche Förderung hat sich die Solarthermie in Deutschland beeindruckend etabliert. Bereits 1,6 Millionen Solarwärmeanlagen sind bisher auf den Dächern von Ein- und Zweifamilienhäusern installiert worden. Jeder Neubau und jede Heizungssanierung sollte heute auf Solarwärme setzen, denn sie macht unabhängig von den ständig steigenden Versorgerpreisen. Das Wichtigste aber ist der enorme Effekt für den Klimaschutz. Mit Solarthermie lässt sich der Kohlendioxid-Ausstoß entscheidend verringern. Eine Gastherme verursacht dreimal so viel Kohlendioxid wie eine vergleichbare Anlage auf Solarbasis. Solarthermie ist heute bereits eine wichtige Komponente beim Bau von Energiesparhäusern.

Ehrgeizige Ziele des Bundesverbandes

Der „Fahrplan Solarwärme“ hat mit dem Ausbau der Kollektorfläche auf 3,6 Millionen Quadratmeter ein hohes, aber realistisches Gesamtziel. Optimistisch stimmen vor allem die guten Zuwächse, die in den vorangegangenen Jahren erzielt wurde. Allein 2011 lag die Steigerung bei 10 %. Im ersten Quartal 2012 verzeichnete der Verkauf von Solarthermen bereits eine Zunahme um 18 %. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 12,5 % bleibt die Studie jedoch sehr realistisch, denn das 1. Quartal eines Jahres ist immer das stärkste in der Gesamtabrechnung. 14 Mrd. kWh (therm) als Gesamtleistung 2020 auf solarer Grundlage sollen auch erreicht werden, in dem nicht nur die privaten Hausbesitzer, sondern auch Gewerbe und Unternehmen in die Solarwärme einsteigen. Bis 2020 könnte diese dann einen Anteil von 10 % in der Wirtschaft erreicht haben.

Bildquelle: BSW-Solar/BDH

 

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