Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Rund 20 Prozent der neu gebauten Wohngebäude nutzen die Solarthermie

Die Solarthermie entwickelt sich allmählich zum Standard bei neu errichteten Wohngebäuden. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass in rund 20 Prozent der Neubauten eine Solarthermie Anlage zum Einsatz kommt. Das mag überraschen, da eine staatliche Förderung hier standardmäßig nicht möglich ist, lediglich Anlagen in größeren Miethäusern können über die so genannte Innovationsförderung des BAFA gefördert werden.

Strenge Grenzwerte für den Energieverbrauch

Einer der Gründe für den Boom liegt daher in der Energie-Einspar-Verordnung, die relativ strenge Grenzwerte für den Energieverbrauch von Neubauten festlegt. Diese Grenzwerte können mit einer Solarthermie Anlage preiswerter eingehalten werden als mit einer aufwändigen Gebäudedämmung. Eigentlich sollte beides zum Standard gehören, aber nicht immer lässt das Budget beides zu. In diesem Fall ist die Solarthermie Anlage die bessere Wahl, weil Neubauten ohnehin über eine bessere Isolierung verfügen als manche alten Gebäude. Die fehlende Förderung für Solarthermie Anlagen auf neuen Ein- und Zweifamilienhäusern wird zusätzlich dadurch teilweise kompensiert, dass die Kosten für die Dacheindeckung gesenkt werden, wenn sich der Bauherr für eine Indachmontage entscheidet.

Langsamerer Zuwachs im Gebäudebestand

Nicht ganz so schnell verbreiten sich Solarthermie Anlagen auf Bestandsgebäuden. Der Bundesverband der Solarwirtschaft hofft auf eine verstärkte Nachfrage, da die Investitionsbedingungen mittlerweile klar sind. Lange wurde zwischen dem Bund und den Ländern über neue steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für energetische Gebäudesanierungen gestritten, inzwischen wurde das Projekt nach seiner Ablehnung im Bundesrat zu den Akten gelegt. Die Mehrheit der Länder sah keine Möglichkeit, die Einnahmeausfälle in ihren Haushalten zu kompensieren. Da sich dies in absehbarer Zeit kaum ändern dürfte, kann der BSW-Solar selbst dieser an sich wenig erfreulichen Nachricht noch Positives abgewinnen: Es besteht kein Grund mehr, die Entscheidung für eine Solarthermie Anlage in der Hoffnung auf noch bessere Förderbedingungen weiterhin aufzuschieben.

Förderung wurde dennoch verbessert

Insbesondere Besitzer von Einfamilienhäusern profitieren dennoch von einer verbesserten Förderung. Die Mindestförderung wurde auf 1.500 Euro angehoben. Da die Förderung sich auf 90 Euro pro Quadratmeter beläuft, profitieren Besitzer kleinerer Anlagen von dieser neuen Mindestförderung, da nicht jede Anlage über 17 Quadratmeter Kollektorfläche verfügt. Eine Solaranlage kann mit nahezu jeder bestehenden Heizung kombiniert werden, dennoch empfiehlt es sich oft, zumindest den Heizkessel auszutauschen. Nicht nur die Heizung wird dadurch effektiver, sondern auch die Solaranlage, die dann bei niedrigeren Temperaturen betrieben werden kann. Für eine solche kombinierte Modernisierung wird eine zusätzliche Förderung von 500 Euro gewährt. Weitere Förderungen sind möglich, wenn die Installation der Solarthermie Anlage mit der Anschaffung einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe kombiniert wird.

Bildquelle: BSW-Solar/Viessmann

 

Feedback