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Die Nutzung von Solarthermie und erneuerbaren Energien steigt

Weil die öffentliche Diskussion über die Kosten der Energiewende sich nahezu ausschließlich um die Strompreise dreht, wird häufig vergessen, dass mehr als 70 Prozent der Haushaltsenergie für die Heizung aufgewandt werden. Nimmt man die Warmwasserbereitung hinzu, sind es sogar deutlich mehr als 80 Prozent. Im Jahr 2013 ist der Verbrauch von Haushaltsenergie in Deutschland erstmals seit 2005 wieder angestiegen, wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte.

Um die Zahlen vergleichbar zu machen, werden die Effekte durch unterschiedlich kalte Winter herausgerechnet. Die solchermaßen bereinigte Statistik weist für 2013 einen Anstieg um 3,9 Prozent gegenüber 2012 aus. Verantwortlich dafür war der um 4,6 Prozent gestiegene Verbrauch an Heizenergie.

Erneuerbare Energien legen zu

Verglichen mit dem Jahr 2005 stieg die Nutzung von Brennholz, Solarthermie und Wärmepumpen in Haushalten um fast 50 Prozent an. Dies führte dazu, dass der Verbrauch von Öl um fast 30 Prozent und der Kohleverbrauch um immerhin 4,5 Prozent gesenkt werden konnte. Unter den fossilen Energieträgern ist lediglich beim Erdgas in diesem Zeitraum ein um 2,5 Prozent gestiegener Verbrauch festzustellen. Der Stromverbrauch privater Haushalte sank seit 2005 um 2,2 Prozent, legte aber in den letzten beiden Jahren leicht zu. Als Ursache dieses leichten Anstiegs vermutet das Statistische Bundesamt die Vielzahl neuer Elektrogeräte sowie die intensivere Nutzung von Computern und anderen Geräten.

Der Energieverbrauch pro Haushalt

Der Gesamtenergieverbrauch pro Haushalt ist 2013 gegenüber dem Vorjahr gestiegen, aber gegenüber 2005 aber um fünf Prozent gesunken. Der Verbrauch an Heizenergie sank gegenüber 2005 sogar um mehr als sechs Prozent. Hier gilt es, genau hinzuschauen: Anders als andere Statistiken beinhalten die Zahlen des Statistischen Bundesamts erneuerbare Energien als einen von vielen Energieträgern. Das bedeutet, dass Wärmepumpen, Solarthermieanlagen und Pelletheizungen keinen Einfluss auf den hier ausgewiesenen Energieverbrauch haben. Sie bewirken in dieser Statistik lediglich eine Verschiebung zwischen den Energieträgern. Der gesunkene Bedarf an Heizenergie ist also nur auf die höhere Energieeffizienz zurückzuführen. Hier sind an erster Stelle moderne Heizungen mit höherem Wirkungsgrad sowie die Wärmedämmung zu nennen. Die Absenkung des Verbrauchs an Heizenergie um mehr als sechs Prozent ist umso bemerkenswerter, da die gesamte Wohnfläche in diesem Zeitrum um mehr als fünf Prozent stieg. Die benötigte Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche sank also seit 2005 um mehr als zehn Prozent.

Kurz und knapp: Die Energiewende im Haushalt

Der Verbrauch an Heizenergie konnte seit 2005 durch gestiegene Energieeffizienz um mehr als zehn Prozent pro Quadratmeter gesenkt werden. Von den verbleibenden knappen 90 Prozent werden rund acht Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen. Der Haushaltsstrom, der rund ein Viertel des Gesamtverbrauchs an Energie ausmacht, stammt heute zu mehr als 30 Prozent aus erneuerbaren Energien.

 

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