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Solarenergie bietet große Vorteile im Vergleich zu fossilen Energieträgern

Angesichts des sich akut verschärfenden Missverhältnisses in Österreich zwischen den Kosten für fossile Brennstoffe und den weitgehend ungenutzten Kapazitäten der Solarenergie hat sich der Branchenverband Austria Solar am 27. August mit einer Pressemeldung an die Öffentlichkeit gewandt. Das Credo der Solarexperten ist eindeutig: Die sich abzeichnende Teuerung bei der Heizenergie könnte von vielen Haushalten vermieden werden, wenn sie jetzt noch rechtzeitig auf Solarenergie umsteigen. Die Veröffentlichung ist keine Politikerschelte, sondern wendet sich direkt an die Verbraucher. Denn sie sind es, die mit ihrem Verhalten die Entwicklung im Energiebereich lenken.

Die teuerste Heizsaison aller Zeiten

Kluges Verhalten bedarf der Aufklärung. Die Argumentation für solare Energie hat den erhobenen ökologischen Zeigefinger schon lange nicht mehr nötig. Zu offensichtlich sind die finanziellen Vorteile, die Sonnenenergie gegenüber den fossilen Brennstoffen bringt. Das leidige Dauerthema „Kraftstoff“ kann zwar noch kein solar getriebenes Auto aus der Welt schaffen, aber in der Welt des Heizens sprechen die Zahlen immer deutlicher für sich. Wie der Verband Austria Solar mitteilte, sind die Kosten für importierte Energie nach Österreich im ersten Halbjahr 2012 um 16 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auf die Verbraucher umgelegt bedeutet diese Steigerung, dass österreichische Betrieb und Haushalte in diesem Zeitraum 4 Milliarden Euro mehr für Öl und Gas ausgeben mussten. Dabei hat die Teuerung zum Beginn der Heizperiode noch gar nicht eingesetzt. Auch in Österreich stehen die großen Versorger pünktlich mit Eintritt der kühleren Jahreszeit mit höheren Forderungen vor der Tür. Ca. 180.000 Österreicher sind bereits nicht mehr in der Lage, ihre Heizkosten zu finanzieren. Sie erhalten Heizkostenzuschüsse. Das Budget dafür hat sich in den letzten 4 Jahren verdoppelt und stieg in der letzten Heizperiode auf 30 Millionen. Eine Energiewende sieht anders aus. Statt teurer Subventionierung eines Zustandes, der die Kostenspirale immer weiter vorantreibt, könnten mit Solarheizungen Milliarden Energiekosten eingespart werden.

0,3 % Solaranteil am österreichischen Gesamtenergieverbrauch – „erschreckend wenig“

Zu diesem Fazit kommt der Obmann des Branchenverbandes, Robert Kanduth. Nicht nur die Diskrepanz zu den Preisen für fossile Brennstoffe, sondern auch die hervorragenden Voraussetzungen für die Nutzung der Sonnenenergie, die Österreich bietet, lassen den Status Quo der Solarenergie im Alpenland als klares Manko erscheinen. Bei der gegebenen Sonneneinstrahlung kann eine Solarheizung in Österreich zwischen März und Oktober jeden Jahres mit „Null Energiekosten“ betrieben werden. In der restlichen Zeit senkt sie den Verbrauch fossiler Brennstoffe. Der österreichische Klimafonds fördert jede Solaranlage mit 400 Euro – zusätzlich zu dem, was die einzelnen Bundesländer dafür vorgesehen haben. Wer auf die Solarthermie umsteigt, kann auch auf eine schnelle Refinanzierung zählen.

Bildquelle: Austria Solar/Bramac

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