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REM GmbH installiert erste Solarthermie Anlage in Afghanistan

Die REM GmbH aus Rottenburg/Laaber hat in Afghanistan die erste Solarthermie Anlage installiert. Die Anlage dient in einem Wohnhaus mit 20 Wohnungen der Warmwasserbereitung und der Heizunterstützung, wozu sie mit der bestehenden Gasheizung gekoppelt wird. Die Anlage besteht aus 20 Kollektoren sowie dem erforderlichen Speicher.

Optimale klimatische Voraussetzungen

Wäre Afghanistan nicht Afghanistan, könnte man von einem idealen Standort für eine Solarthermie Anlage sprechen. Grund dafür ist weniger die totale Sonneneinstrahlung, die mit jährlich 2.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter zwar erheblich höher als in Deutschland ist, aber dennoch keine weltweiten Rekordwerte erreicht. Als ideal erwiesen sich vielmehr die klimatischen Verhältnisse im Winter. Diese sind in Afghanistan zwar ebenfalls kalt, aber sehr sonnenreich. Die Durchschnittstemperatur fällt auch in Afghanistan für mehrere Monate unter null Grad, aber die Sonneneinstrahlung ist in diesem Zeitraum mehr als doppelt so hoch wie im deutschen Winter. Für den solaren Deckungsgrad der Solarthermie Anlage ist das erheblich bedeutsamer als die noch höhere Einstrahlung im Sommer in anderen Regionen der Welt. Im Hochsommer liefert eine Solarthermie Anlage mit Heizunterstützung sogar in Deutschland oft mehr Energie, als benötigt wird. Eine noch höhere Einstrahlung erhöht den Ertrag der Anlage daher nicht.

Spezielle Probleme in Afghanistan

In der Pressemitteilung der REM GmbH heißt es: „Das Thema Energie und Klimaschutz ist ein großes Problem in Afghanistan“. Man fühlt sich unwillkürlich an den Kabarettisten Dieter Nuhr erinnert, der darauf hinwies, dass es einige Problem in Afghanistan auch nicht gibt. Er habe jedenfalls noch nie von einem Taliban mit Laktoseintoleranz oder einer Hausstauballergie gehört. Vermutlich auch noch von keinem Afghanen mit einer schlechten CO2-Bilanz. Anders als der Klimaschutz ist die Energieversorgung jedoch sehr wohl ein drängendes Problem für die afghanische Bevölkerung. Dabei geht es weniger um das Gas, sondern um den Strom, der häufig ausfällt und damit im Winter auch die Gasheizung lahm legt. Eine Solarthermie Anlage kann helfen, längere Zeiten zu überbrücken. Denkbar ist sogar, den relativ geringen Stromverbrauch der Steuerung und einer Hocheffizienzpumpe längere Zeit über einen Akku zu decken und so eine noch längere Überbrückung zu ermöglichen.

Bildquelle: REM GmbH

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