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Solarthermie wird dank neuer Techniken effizienter

Auf der Intersolar wurde dieses Jahr die Thematik diskutiert, ob die immer günstiger werdende Photovoltaik die bisher klassische Solarthermie vom Markt verdrängen könnte. Solarthermie wird zur Bereitstellung von Warmwasser und zur Heizung verwendet, neue Techniken sollen die Effizienz verbessern und so diese Thematik nicht mehr aufkommen lassen.

Bei Kauf von Solarthermie werden die passenden Speicher mitgeliefert. Diese sind in den Kaufpreisen sehr häufig mit eingeschlossen. Dies ist die Argumentation auf der Intersolar des Präsidenten des europäischen Industrieverbands Solarthermie Robin Welling. Nach der Aussage von Harald Drück, Leiter des Forschungs- und Testzentrums für thermische Solarsysteme am Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik er Universität Stuttgart, sei es sinnvoll die Erzeugung der Wärme der Solarthermie zu überlassen und alles andere der Photovoltaik.

Billigere und neue Techniken sollen dabei helfen

Ein Problem der Solarthermie ist dennoch der Kostenfaktor. Die momentan verfügbaren Technologien sind gegenüber der Photovoltaik noch zu kostenintensiv. Sie müssten dringend billiger werden, zumindest ist Gerhard Styri-Hipp (Vorstand der Gruppen Energiepolitik sowie Thermische Prozesse und Thermische Niedertemperatursolarenergie am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme) dieser Ansicht. Nach ihm gehört die Zukunft momentan hybriden Systemen aus Modulen und Kollektoren.

Ein Vakuumröhrenkollektor der besonderen Art wurde von TVP Solar auf der Intersolar vorgeführt. Diese Kollektoren arbeiten mit einer Metallschlange und nicht mit einzelnen Vakuumröhren. Der gesamte Kollektor kann jedoch erst vakuumiert werden, wenn dieser entsprechend abgeriegelt ist. Dabei verwendet TVP ein bisher neuartiges Glasmaterial und schließt den Kollektor nach oben hin ab. Dank des Deckmaterials kann nun auch diffuses Licht verarbeitet werden. Dafür sorgt auch die sehr hohe Flexibilität und die sehr hohe Lichtdurchlässigkeit des Materials.

Günstige Systeme aus Italien

Ein Kollektor inklusive Speicher soll, laut italienischem Ingenieur Antonio Zullani, nur ein Fünftel der bisher bekannten Systeme  kosten. Dafür sorgt eine neue Technik die teure Rahmen mehr und werden durch eine Schaumstoffschicht direkt auf eine Wand montiert. Diese Kollektoren gibt es in mehreren Größen.

Die Technik dahinter ist einfacher als gedacht und so sollen zum Beispiel die einzelnen Räume zwischen den Kollektorschlangen durch Dünnschichtzellen belegt werden. Mit der Hilfe von Metallschienen werden die Kollektormodule an der Wand befestigt. Am Ende könne sogar die ganze Wand als Kollektorfläche genutzt werden.

 

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