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Solarthermie Förderung: Zuschüsse werden erhöht

Die energetische Modernisierung des Gebäudebestands verlief in den letzten Jahren nur schleppend. Während im Neubausegment erneuerbare Energien nicht zuletzt aufgrund gesetzlicher Vorgaben längst zum Standard gehören, kommt die Erneuerung veralteter Heizungen nur schleppend voran. Sogar vollkommen veraltete Ölheizungen, deren Betrieb seit Anfang des Jahres eigentlich nicht mehr zulässig ist, werden in großer Zahl illegal weiter betrieben. Die Bundesregierung hat nun reagiert und die Förderung der Solarthermie zum 01.04.2015 deutlich verbessert. Bereits zum 01. März wurden die Zuschüsse für eine Energieberatung für Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäuser von 400 Euro auf 800 Euro verdoppelt.

Basisförderung steigt

Wer eine Solarthermieanlage mit Heizunterstützung installiert, kann künftig mit einer Mindestförderung von 2000 Euro rechnen, 500 Euro mehr als bisher. Bei größeren Anlagen hängt die Förderung nach wie vor von der installierten Kollektorfläche ab. Hier steigt die Förderung deutlich von 90 auf 140 Euro pro Quadratmeter.

Auch die reine Warmwasserbereitung wird gefördert

Solarthermieanlagen ohne Heizungsunterstützung sind in gewissem Sinne die Einsteigermodelle – sie sind meist relativ klein und der Montageaufwand ist deutlich geringer. Bislang waren sie von der Förderung ausgenommen. Künftig wird auch die reine Warmwasserbereitung staatlich gefördert, allerdings mit deutlich niedrigeren Beträgen. Hier beträgt die Mindestförderung 500 Euro. Größere Anlagen werden mit 50 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche gefördert. Auch die Erweiterung bestehender Anlagen ist förderfähig.

Effizienzförderung für kombinierte Maßnahmen

Nach wie vor wird eine deutlich höhere Förderung gewährt, wenn mehrere Maßnahmen kombiniert werden, um eine besonders hohe Energieeffizienz zu erreichen. Der "Zentralverband Sanitär Heizung Klima" weist nicht ganz zu Unrecht darauf hin, dass an dieser Stelle inzwischen ein schwer durchschaubares Regelwerk mit detaillierten Vorschriften entstanden ist, das zu einem hohen Beratungs- und Beantragungsaufwand führt. Bislang konnte die Anschaffung einer Solarthermieanlage im Wesentlichen mit einer Gebäudedämmung oder mit dem Austausch des Heizkessels kombiniert werden. Nun kommen zahlreiche weitere Fördertatbestände hinzu. Dazu zählen beispielsweise der Einbau moderner Zirkulationspumpen oder effizienter Niedertemperaturheizkörper. Sogar bauliche Maßnahme im Keller können gefördert werden, wenn sie durch den Austausch des Heizkessels veranlasst werden. Grundsätzlich ist also nahezu jede Maßnahme förderfähig, die den Einsatz erneuerbarer Energien effizienter gestaltet oder überhaupt erst ermöglicht.

Neubauten bleiben ausgeschlossen

Solaranlagen auf Neubauten werden weiterhin nicht gefördert, da hier ohnehin eine Pflicht zum Einsatz erneuerbarer Energien besteht. (Für Altbauten gilt diese Einschränkung offenbar nicht. Jedenfalls steht nirgends geschrieben, dass von den oben genannten Förderungen nicht profitiert, wer ohnehin zum Austausch seines veralteten Heizkessels verpflichtet wäre.) Eine Ausnahme gibt es allerdings im Neubausegment: So genannte „Sonnenhäuser“, die einen solaren Deckungsgrad von mindestens 50 Prozent erreichen, können staatlich gefördert werden.

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