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Solarthermie und Photovoltaik im Winter

Solaranlagen liefern den größten Teil ihrer Energie in den Sommermonaten, sind jedoch auch im Winter noch effizient. Im Kern liegt das daran, dass die Außentemperaturen weder für Solarmodule noch für Kollektoren eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere für die Photovoltaik gilt sogar, dass niedrige Außentemperaturen den Wirkungsgrad der Solarmodule begünstigen.

Der wesentliche Unterschied zwischen einem sonnigen Sommertag und einem sonnigen Wintertag liegt daher in der Dauer und der Intensität der Sonneneinstrahlung. Bei flach montierten Modulen spielt auch eine Rolle, dass die im Winter tiefer stehende Sonne unter einem ungünstigeren Winkel einfällt. Dass eine Photovoltaikanlage in den Sommermonaten ungefähr doppelt so viel Strom erzeugt wie im Winterhalbjahr, liegt natürlich auch daran, dass es im Sommer deutlich mehr Sonnentage gibt. Auf das Winterhalbjahr entfällt in Deutschland nur wenig mehr als ein Fünftel der gesamten Sonneneinstrahlung eines Jahres. Gemessen daran sind die Erträge der Solaranlagen im Winter mehr als beachtlich.

Die Solarthermie ist im Winterhalbjahr besonders effizient

Hersteller von Solarthermieanlagen verweisen gerne darauf, dass ihre Anlagen einen mehr als doppelt so hohen Wirkungsgrad aufweisen wie Photovoltaikanlagen. Das ist richtig, aber auch nicht wirklich erstaunlich. Wärmenergie lässt sich immer mit deutlich höherem Wirkungsgrad erzeugen als Strom. Im Sommer führt das bisweilen dazu, dass Solarthermieanlagen sogar zu viel Wärme erzeugen. Im Hochsommer ist schließlich nicht nur die Wärmeproduktion der Anlage besonders hoch, sondern auch der Bedarf an Wärme besonders niedrig. Hier ist die Photovoltaik klar im Vorteil, weil Strom im ganzen Jahr in ungefähr gleicher Menge benötigt wird. An dunklen Wintertagen, wenn vielleicht sogar noch Schnee auf dem Dach liegt, können beide Formen der Solarenergie selbstverständlich nichts Nennenswertes leisten. Solarthermieanlagen laufen im Frühling und im Herbst sowie an sonnigen Wintertagen zur Höchstform auf. Dann fällt genug Sonnenstrahlung ein, um den hohen Wirkungsgrad wirklich ausnutzen zu können – und die erzeugte Wärme wird auch vollständig benötigt! Warmwasseranlagen können den Bedarf dann oft vollständig decken. Im Jahresmittel deckt eine gut dimensionierte Solarthermieanlage bis zu 60 Prozent des Warmwasserbedarfs. Kombianlagen mit Heizunterstützung erreichen derart hohe Werte nicht. Das liegt primär daran, dass im Sommer überhaupt keine Heizung benötigt wird. Eine Anlage, die den Heizbedarf im Winter nahezu vollständig deckt, wäre im Sommer derart überdimensioniert, dass sie nicht mehr wirtschaftlich sein könnte.

Worauf ist im Winter zu achten?

Die Module beziehungsweise Kollektoren sollten regelmäßig vom Schnee befreit werden. Hierzu empfiehlt sich der Einsatz spezieller Werkzeuge, die sowohl ein sicheres Arbeiten erlauben als auch Beschädigungen der empfindlichen Oberflächen vermeiden. Bei Solarthermieanlage ist darüber hinaus auf die Wartungsintervalle zu achten, damit ein zuverlässiger Frostschutz der Solarflüssigkeit gewährleistet ist.

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