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Wie hoch ist die Lebensdauer einer Solarthermie Anlage?

Hier muss der Begriff der Lebensdauer zunächst definiert werden. Eine Solarthermie Anlage kann aufgrund einiger Schadensereignisse abrupt ausfallen, aber das ist nicht der Regelfall. Eher typisch ist eine allmähliche Leitungsabnahme aufgrund verschiedener Verschleißerscheinungen. Üblich ist es, eine Anlage solange als intakt anzusehen, wie sie noch mindestens 80 Prozent ihrer Leistung erbringt. So verstanden erreichen Solarthermie Anlagen eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahren. Für diese minimale Betriebsdauer sind die elektronischen Komponenten ausgelegt, die Solarkollektoren können sogar noch höhere Lebensdauern erreichen. Diese hängen auch von der Beanspruchung durch extreme Wetterbedingungen ab, beispielsweise Unwetter und extreme Temperaturen.

Korrosion und Ablagerungen

Rohrleitungen und insbesondere auch die Röhren in den Kollektoren selbst können durch Korrosion und Ablagerungen geschädigt werden. Ablagerungen sind nicht gänzlich vermeidbar, weil dem Wasserkreislauf Chemikalien zugesetzt werden müssen, die als Korrosions- und Frostschutz dienen. Dabei fallen in geringen Mengen Abbauprodukte an. Um diesen Prozess nicht unnötig zu beschleunigen, ist zunächst auf die Wahl hochwertiger Zusätze zu achten. Darüber hinaus werden Ablagerungen durch einen zu geringen Volumenstrom begünstigt, die die Lebensdauer der Solarthermie Anlage verringern.

Regelmäßige Wartung und fachgerechte Montage sind wichtig

Besonders neuralgische Punkte sind hier alle Messsensoren. Temperatur und Druck im System müssen genau bekannt sein, damit die Steuerung optimal arbeiten kann. Werden die Druck- und Temperaturmesser nicht korrekt montiert oder nicht regelmäßig auf ihre einwandfreie Funktion hin überprüft, reduziert das nicht nur den Wirkungsgrad der Anlage, sondern auch ihre Lebensdauer. Solarthermie Anlagen sind wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Es sollte daher nicht missverstanden werden, dass der Gesetzgeber – anders als beispielsweise für Ölheizungen – keine Wartung vorschreibt: Eine schlecht gewartete Solarthermie Anlage stellt keine Gefahr dar, abgesehen von seltenen Schadensereignissen wie austretender heißer Flüssigkeit oder vom Dach fallender Solarkollektoren. Aber sie bedeutet dennoch einen erheblichen finanziellen Schaden für den Betreiber.

Anlagen mit Heizunterstützung

Ist die Solarthermie Anlage auch zur Heizunterstützung ausgelegt, kommt es im Sommer zu langen Stillstandzeiten. Das kann an heißen Sommertagen zu sehr hohen Temperaturen von bis zu 200 Grad innerhalb der Anlage führen. Einige Korrosionsschutzmittel verlieren hier ihre Wirksamkeit, auch darauf ist bei der Auswahl zu achten. Darüber hinaus können diese Temperaturen zu einer beschleunigten Alterung des Wärmeträgers führen, wodurch sich zusätzliche Ablagerungen bilden. Außerdem kann extrem hoher Druck in den Rohrleitungen auftreten, der eine starke mechanische Beanspruchung bedeutet. Entscheidend ist die richtige Dimensionierung des Ausdehnungsgefäßes. Wenn sich das Sicherheitsventil öffnet, ist bereits sehr viel schief gelaufen. Das sollte nur im Störungsfall geschehen, im Normalbetrieb auch unter extremen Bedingungen niemals.

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