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Solarthermie oder Photovoltaik?

Die Antwort auf diese Frage hängt maßgeblich davon ab, welche Ziele mit der Installation der Solarthermie oder Photovoltaik Anlage verfolgt werden. Der Vergleich des individuellen Nutzens beider Technologien wird dadurch erschwert, dass die Photovoltaik bei der staatlichen Förderung deutlich bevorzugt wird. Für den Strom aus einer Photovoltaik Anlage wird dem Betreiber über 20 Jahre eine feste Einspeisevergütung zugesichert, zusätzlich ist eine Förderung der Investition über staatliche und zahlreiche lokale Förderprogramme möglich. Bei einer Solarthermie Anlage wird lediglich die Anschaffung bezuschusst, im laufenden Betrieb erhält der Betreiber keine weiteren Subventionen.

Solarthermie mit deutlich höherem Wirkungsgrad

Solarthermie ist die deutlich einfachere Technologie. Mit Hilfe der Sonne Wasser zu erhitzen ist deutlich weniger kompliziert, als Sonnenlicht unmittelbar in Strom umzuwandeln. Deswegen erreichen Sonnenkollektoren Wirkungsgrade von bis zu 80 Prozent, währende Photovoltaik Anlagen kaum 20 Prozent erreichen. Entsprechend ist der jährliche Energieertrag aus einem Quadratmeter Sonnenkollektorfläche rund vier mal höher als aus einem Quadratmeter eines Photovoltaik Moduls. Das allein reicht aber nicht, um wirklich eine Ökobilanz aufstellen zu können. Strom wird in jedem Fall benötigt, daher sollte in der Ökobilanz der Schadstoffausstoß der Kraftwerke berücksichtigt werden, die aufgrund der Photovoltaik abgeschaltet werden können. Nun wird es richtig kompliziert, weil nicht klar ist, welche Art von Kraftwerk in dieser Berechnung zugrunde gelegt werden soll. Werden hierzu die abzuschaltenden Kernkraftwerke herangezogen, fallen die Einsparungen der CO2-Emissionen naturgemäß geringer aus als bei Kohlekraftwerken. Wie sollen der Sicherheitsgewinn und die Entschärfung des Endlagerproblems in diese Bilanz eingepreist werden? Noch mehr Verwirrung entsteht, wenn ebenfalls berücksichtigt wird, was beispielsweise mit der für ein Kohlekraftwerk eingesparten Kohle stattdessen geschieht. Wirklich eingespart würde CO2, wenn die nicht verbrannte Kohle in der Erde verbliebe. Was aber, wenn sie statt in einem deutschen Kohlekraftwerk in einem chinesischen mit deutlich schlechterem Wirkungsgrad und deutlich schlechteren Filtern verbrannt wird? Genau das geschieht, China nimmt wöchentlich ein Billig-Kohlekraftwerk mit miserabler Ökobilanz in Betrieb. Das ist das grundlegende Paradoxon jeder Ökobilanz: Einsparungen fossiler Energieträger reduzieren die Nachfrage und führen dazu, dass andere billiger Energie verschwenden können.

Photovoltaik ist die einfacher kalkulierbare Kapitalanlage

Belässt man es bei der einfachen Feststellung, dass sowohl die Photovoltaik als auch die Solarthermie eine gute Energiebilanz aufweisen, kann der Vergleich anhand des individuellen Nutzens vorgenommen werden. Für eine Photovoltaik Anlage kann aufgrund der Gesetzeslage der monatliche Ertrag recht genau berechnet werden. Dieser Ertrag ist für eine Solarthermie Anlage deutlich geringer, dafür verbessert sie die Energiebilanz des Hauses erheblich und trägt so zur Wertsteigerung der Immobilie bei.

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