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Lohnt sich die Installation einer Solarthermie Anlage?

Ob sich die Investition in eine Solarthermie Anlage am Ende der typischen Lebensdauer gelohnt hat, hängt stark von der Entwicklung der Energiepreise ab. Zu diesem Ergebnis kommen übereinstimmend der Bundesverband der Verbraucherzentralen und die Stiftung Warentest. Die Technologie ist ausgereift und zuverlässig, die Umweltbilanz ist hervorragend. Aus ökologischer Sicht ist eine Solarthermie Anlage uneingeschränkt empfehlenswert. Der Energiereferent der Verbraucherzentralen fasst es so zusammen: "Es ist eine Frage der eigenen Einstellung, man finanziert etwas teurer als es sein müsste, aber für eine gute Sache“.

Die eigenen Energiekosten sind entscheidend

Eine optimal dimensionierte Solarthermie Anlage mit Heizungsunterstützung spart etwa 60 Prozent der Kosten der Warmwasserbereitung und 15 Prozent der Heizkosten. In gut isolierten Neubauten können die Einsparungen bei den Heizkosten deutlich höher sein, etwa 30 Prozent sind hier erreichbar. Anhand dieser Zahlen lassen sich die individuellen Einsparungen für die nächsten Jahre recht genau bestimmen, über längere Zeiträume aufgrund der Unsicherheit der Entwicklung der Energiekosten jedoch nur ungenau. Zu bedenken ist auch, dass die Höhe der Einsparungen stark von der Anzahl der Personen im Haushalt abhängt. Ziehen beispielsweise die Kinder während der langen Lebensdauer einer Solarthermie Anlage aus, sinkt der Einsparbetrag erheblich.

Eine Warnung vor Schönrechnerei

Auf den Seiten von Unternehmen der Solarthermie Branche finden sich nahezu ausschließlich Berechnungen, die eine hohe Rentabilität einer Solarthermie Anlage nachweisen. Die dazu verwendeten Rechenmuster sind immer ähnlich, als typisches Beispiel sei die Studie des Bundesverbands der Solarwirtschaft angeführt, die hier zu finden ist. Dort finden sich folgende höchst amüsante Annahmen für eine Rentabilitätsberechnung einer Anlage zur Warmwasserbereitung: Jährlicher Warmwasserbedarf 2.960 Kilowattstunden, jährlicher Solarertrag 2.030 Kilowattstunden, jährliche Einsparung 3.200 Kilowattstunden. Das ist der Clou! Der verbesserte Wirkungsgrad der Heizung durch den neuen Kessel wird der Warmwasser Anlage zugerechnet. Kein Wort davon, dass die 1.170 Kilowattstunden Einsparung, die über den Solarertrag hinausgehen, auch ohne Solaranlage erzielbar wären. Soweit die Standardversion. Der BSW-Solar setzt dem noch die Krone auf, indem er die Kosten des Kessels vom Kaufpreis der Anlage abzieht, weil ein Heizkessel ja ohnehin auch ohne Solarthermie Anlage erforderlich wäre. Im Ergebnis kostet die Anlage 5.000 Euro, hat nach 15 Jahren erst Einsparungen von 4.530 Euro erbracht, sich aber schon nach 12 Jahren amortisiert. Dreisatz für Fortgeschrittene! Besser wäre es gewesen, sich der Argumentation der Verbraucherzentralen anzuschließen!

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