Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Kann eine Solarthermie Anlage nachgerüstet werden?

Eine bestehende Heizung kann in den meisten Fällen mit einer nachträglich eingebauten Solarthermie Anlage kombiniert werden. Das einzige wirkliche Ausschlusskriterium sind Heizungen, die nicht Wasser als Wärmeträger verwenden. Ansonsten ist jedes Problem technisch lösbar, allerdings hängen die Kosten der Nachrüstung stark vom erforderlichen Aufwand ab.

Alles hängt vom Speicher ab

Konkret werden die Kosten der Nachrüstung maßgeblich davon bestimmt, in wie weit der Warmwasserspeicher der bestehenden Heizung in die Anlage integriert werden kann. Das Grundproblem besteht darin, dass das Wasser einer Solarthermie Anlage mit einem Frostschutzmittel versehen sein muss, also nicht direkt als Trinkwasser genutzt werden kann. Stattdessen wird die Wärme des im Kollektor erhitzen Wassers an einen zweiten Wasserkreislauf mittels eines Wärmetauschers übertragen. Ideale Voraussetzungen für eine Nachrüstung bieten daher so genannte bivalente Speicher. Die Bezeichnung deutet an, dass diese Speicher dafür ausgelegt sind, Wärme aus zwei Quellen zu beziehen und somit bauartbedingt schon auf die Nachrüstung einer Solarthermie Anlage vorbereitet sind. Das ist leider in den wenigsten Fällen der Fall. Den Normalfall bilden so genannte monovalente Speicher, die nur zur Aufnahme von Wärme aus der bestehenden Heizung geeignet sind.

Nachrüstmöglichkeiten für monovalente Speicher

Grundsätzlich bestehen hierfür drei Nachrüstoptionen. Eine nahe liegende Lösung besteht darin, den alten Wärmespeicher durch einen neuen bivalenten Speicher zu ersetzen. Alternativ dazu ist auch möglich, eine Anlage mit zwei monovalenten Speichern zu betreiben, also den alten weiterhin zu nutzen und für die Solaranlage einen zweiten zu installieren. Einer der Wärmespeicher wird in dieser Konstruktion ausschließlich über die bestehende Heizung mit Wärme versorgt, der andere ausschließlich von der Solarthermie Anlage. In diesem Fall wird die Solaranlage mit einer Wärmeregulierung ausgestattet, die permanent die Temperatur beider Speicher überwacht. Kommt es zu Temperaturunterschieden, wird das Wasser beider Speicher durch eine Pumpe vermischt. Eine dritte Möglichkeit zur Nachrüstung monovalenter Speicher bieten externe Wärmetauscher. Diese sind eine noch relativ neue Entwicklung, die eine Nachrüstung in vielen Fällen deutlich vereinfachen kann. Die Grundidee ist einfach: In einer herkömmlichen Anlage erfüllt der Wärmespeicher zwei Funktionen. Er dient nicht nur der Speicherung des warmen Wassers, wie sein Name vermuten ließe, sondern auch der Übertragung der Heizwärme auf das Wasser. Ein externer Wärmetauscher übernimmt diese Funktion für die Wärme der Solarthermie Anlage, die er an anderer Stelle in den Heizkreislauf einkoppelt.

Jetzt Angebote vergleichen
Solaranlagen-Angebote
  • Unabhängige Beratung
  • Kostenlos & unverbindlich
  • 30% sparen

Feedback