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Ist eine Baugenehmigung zur Installation einer Solarthermie Anlage erforderlich?

Eine Baugenehmigung ist im Regelfall für Dachanlagen nicht erforderlich. Das bedeutet allerdings nicht, dass keine bauplanungsrechtliche Überprüfung des Vorhabens erforderlich ist. Diese Prüfung wird lediglich in den Verantwortungsbereich des Bauherren verlagert, der sie seinerseits meist an einen Fachbetrieb delegieren wird. Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang beispielsweise, ob Vorschriften des Brandschutzes tangiert werden. Einen Sonderfall stellen asbesthaltige Dächer dar, die bisweilen noch auf älteren Gebäuden zu finden sind. Arbeiten an solchen Dächern sind nur zulässig, wenn sie der Instandhaltung, dem Abriss oder der Dachsanierung dienen. Das Anbringen von Solarthermie Anlagen ist hier prinzipiell untersagt, in einigen Bundesländern können jedoch Ausnahmegenehmigungen beantragt werden.

Denkmalschutz und Ensembleschutz

Eine Baugenehmigung ist erforderlich, falls das Gebäude unter Denkmalschutz oder Ensembleschutz steht. In der Praxis erweisen sich diese Hürden oft als sehr hoch. Wird die Baugenehmigung verweigert, kann der Bauherr im Widerspruchsverfahren zwei wesentliche Argumente vortragen. Erstens verlangt das Baugesetzbuch von den Genehmigungsbehörden, Belange des Umweltschutzes zu berücksichtigen. Auf juristisch eher unsicherem Terrain bewegt sich der Bauherr mit dem zweiten Argument, dass eine Solaranlage heute zur technischen Standardausstattung gehöre und daher ebenso wenig verboten werden dürfe wie beispielsweise eine Antenne oder eine Satellitenschüssel.

Solarthermie Anlagen auf Flachdächern

Auf Flachdächern werden Solarthermie Anlagen auf einem angewinkelten Gestell installiert, ragen also über das eigentliche Gebäude hinaus. Die grundsätzliche Genehmigungsfreiheit gilt explizit jedoch nur für Anlagen, die in Fassaden oder Dächer eingelassen werden oder unmittelbar an ihnen anliegen. Über Anlagen mit einer so genannten Aufständerung kann nur das örtlich zuständige Bauamt verbindliche Auskünfte hinsichtlich einer Baugenehmigung erteilen, da die Regelungen zu unterschiedlich sind.

Freiflächenanlagen

Freiflächenanlagen sind eher als Exoten zu betrachten, sie spielen für private Bauherren keine wesentliche Rolle. Allerdings kommen Installationen im Garten gelegentlich vor. Ab einer bestimmten Größe, die in den Landesbauordnungen festgeschrieben ist und daher in den einzelnen Bundesländern verschieden ist, erfordern solche Anlagen eine Baugenehmigung.

Keine Sorge wegen der „Nutzungsänderung“!

Gelegentlich wird von einzelnen neueren Gerichtsurteilen berichtet, in denen festgestellt worden sei, eine Solaranlage bedürfe doch einer Baugenehmigung. In diesen Urteilen ging es um Photovoltaik Anlagen, deren Strom überwiegend ins Netz eingespeist wird. Einige Gerichte sind der Auffassung, dies stelle in reinen Wohngebieten eine unzulässige Nutzungsänderung des Gebäudes dar, da es sich um eine gewerbliche Nutzung handele. Solarthermie Anlagen dienen dem Eigenverbrauch und sind daher davon nicht betroffen.

Fazit

Für eine Solarthermie Anlage ist keine Baugenehmigung erforderlich. Es gibt relativ wenige Ausnahmefälle, von denen Gebäude unter Denkmalschutz der mit Abstand wichtigste sind.

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