Solarflüssigkeit

Die Solarflüssigkeit transportiert die Wärme von den Solarkollektoren zum Energiespeicher. Damit ist bereits klar, welche Eigenschaften die Solarflüssigkeit aufweisen sollte: Sie sollte viel Wärme speichern können, möglichst keine Ablagerungen in den Kollektoren und sonstigen Komponenten der Solarthermie Anlage hinterlassen und sehr gute Fließeigenschaften (geringe Viskosität) aufweisen. Wasser erfüllt alle diese Bedingungen sehr gut und wäre eine nahezu ideale Solarflüssigkeit, wenn es im Winter nicht zu Eis gefrieren würde. Auch um die Verwendung reinen Wassers als Solarflüssigkeit zu ermöglichen, wurden die so genannten Drain-Back-Systeme entwickelt, in denen das Wasser bei niedrigen Temperaturen aus dem Kollektor und den außen liegenden Anschlussrohren gepumpt wird. Normale Solarthermie Anlagen arbeiten jedoch mit einem geschlossenen Kreislauf und sind während des ganzen Jahres mit Solarflüssigkeit gefüllt. Daher ist die Beimischung eines Frostschutzmittels unumgänglich.

Nicht jedes Frostschutzmittel ist geeignet

Als Frostschutzmittel kommt nahezu ausschließlich Glykol zum Einsatz, wofür es zahlreiche Gründe gibt. Frostschutzmittel sollen hohen Anforderungen genügen. Zunächst müssen sie Frostsicherheit auch bei tiefen Temperaturen gewährleisten. Abhängig von der Konzentration können gute Frostschutzmittel den Gefrierpunkt auf bis zu -50 Grad absenken. Zu bedenken ist, dass die auf den Nachthimmel gerichteten Solarkollektoren in klaren Winternächten sehr kalt werden können. Autofahrer kennen diesen Effekt, die geneigte Windschutzscheibe friert bereits zu, wenn die senkrechten Seitenfenster noch eisfrei sind. Dennoch ist „je mehr desto besser“ nicht die geeignete Strategie, um die optimale Konzentration des Frostschutzmittels zu bestimmen. Das Frostschutzmittel hat eine höhere Viskosität als Wasser, weswegen die Solarpumpe umso mehr leisten muss, je höher die Konzentration ist. Darüber hinaus ist der Wärmeausdehnungskoeffizient größer als der von Wasser. Im Fall einer thermischen Stagnation treten damit noch höhere Drücke auf. Ganz fatal wäre es, die vom Hersteller angegebene maximale Konzentration zu überschreiten. In diesem Fall kann es zu einer Entmischung der Solarflüssigkeit kommen. Damit verliert nicht nur der Frostschutz seine Wirkung, sondern es bilden sich auch Ablagerungen, die Rohre und Ventile verstopfen. Eine der wichtigen Anforderungen an die Solarflüssigkeit besteht darin, dass sie auch dann stabil bleibt, wenn es bei hohen Temperaturen zu einer Dampfbildung kommt.

Solarflüssigkeit regelmäßig prüfen

Die Solarflüssigkeit sollte im Rahmen der regelmäßigen Inspektion und Wartung der Solarthermie Anlage überprüft werden. Bereits eine einfache Sichtprüfung kann viele Probleme aufdecken. Ist die Flüssigkeit dunkel verfärbt, deutet das auf Zersetzungsvorgänge hin. Ein gelegentlicher Austausch der Solarflüssigkeit ist unumgänglich. Gewöhnlich ist das in Abständen von fünf bis zehn Jahren erforderlich.

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