Solarthermie Ertrag

Als Solarertrag wird die Menge tatsächlich nutzbarer Wärmeenergie bezeichnet, die eine Solarthermie Anlage erzeugt. Der Solarthermie Ertrag ist geringer als die erzeugte Wärmemenge, weil Wärme nicht immer genutzt werden kann. Insbesondere Solarthermie Anlagen mit Heizunterstützung liefern im Sommer deutlich mehr Energie, als benötigt wird.

Richtwerte

  • Die Solarstrahlung in Deutschland liegt je nach Region zwischen 900 und 1.200 kWh pro Quadratmeter im Jahr.
  • Die Verluste der gesamten Solarthermie Anlage liegen bei rund 50 %, sodass der gesamte Ertrag pro Jahr bei durchschnittlich 450 bis 600 kWh pro Quadratmeter Kollektorfläche liegt.

Einflussfaktoren für den Solarthermie Ertrag

Zunächst hängt der Solarertrag von der jährlichen Sonneneinstrahlung ab, die nicht überall in Deutschland gleich hoch ist. Besonders günstige Standorte liegen an der Ostsee und im Süden Deutschlands. Ebenfalls wichtig ist, dass Neigung und Ausrichtung des Dachs ungefähr den optimalen Werten entsprechen. Sind die Abweichungen nicht zu gravierend, ist eine Kompensation über eine geringfügig größere Kollektorfläche möglich. Selbstverständlich hat auch die Qualität der Anlage erheblichen Einfluss auf den Solarthermie Ertrag. Insbesondere der Wirkungsgrad der Kollektoren und die thermische Isolierung des Speichers wirken sich empfindlich aus.

Die Dimensionierung der Anlage muss passen

Vergleichsweise einfach lässt sich die für einen optimalen Solarertrag erforderliche Größe einer Solarthermie Anlage bestimmen, wenn sie ausschließlich der Warmwasserbereitung dient. Pro Person sollten etwa 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche vorhanden sein, der Warmwasserspeicher sollte etwa 80 Liter pro Person fassen. Wichtig ist, den Solarspeicher nicht zu klein zu wählen. Kann der Speicher die erzeugte Energie im Sommer nicht speichern, trägt die überschüssige Energie nicht zum Solarertrag bei. Den Speicher zu groß zu wählen, ist ebenfalls nachteilig, weil in Zeiten ohne ausreichenden Sonnenschein ein zu großes Wasservolumen durch externe Energiezufuhr warm gehalten werden muss. Komplizierter stellt sich die Situation für Anlagen mit Heizunterstützung dar. Eine größere Kollektorfläche erhöht den Ertrag während der gesamten Heizperiode, führt im Sommer aber zu einer Überproduktion, die nicht zum Solarertrag beiträgt.

Ausblick

Mit einem durchschnittlichen Ertrag von 450 bis 600 kWh pro Quadratmeter kann eine Solarthermie Anlage einen solaren Deckungsgrad bei der Warmwasserbereitung von bis zu 50%, bei der Heizungsunterstützung von rund 30 % erzielen. Qualifizierte Fachbetriebe helfen Ihnen gerne dabei die Energiekosten zu senken.

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