Berechnung der Bruttokollektorfläche zur Solarthermie Förderung

Bei der Berechnung der Kollektorfläche ist zwischen der Bruttofläche und der Nettofläche zu unterscheiden. Die Nettokollektorfläche wird auch als Absorberfläche bezeichnet. Die für die Leistung entscheidende Fläche ist die Nettofläche. Sie gibt an, wie groß die zur Wärmeerzeugung genutzte Fläche ist und bestimmt daher die Leistung des Kollektors. Allerdings ist für die Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Bruttokollektorfläche maßgeblich. Dies ist die Gesamtfläche des Kollektors, auch der nicht aktive Rahmen gehört dazu. Nicht mitgerechnet wird der über die Kollektoren hinausreichende Rand des Montagegestells. Die Bruttofläche eines Kollektors ist der technischen Dokumentation des Herstellers zu entnehmen. Die gesamte Bruttofläche der Anlage ist immer gleich der Summe der Bruttoflächen der Kollektoren, unabhängig von der konkreten Anordnung.

Förderung durch das BAFA

Die Förderung setzt eine minimale Bruttokollektorfläche von neun Quadratmetern voraus. Für Vakuum-Röhrenkollektoren gilt eine Untergrenze von sieben Quadratmetern. Diese Hürden sind nicht sehr hoch, da nur Anlagen gefördert werden, die auch als Heizung genutzt werden. Für solche Anlagen wird ohnehin eine Absorberfläche von mindestens drei Quadratmetern pro Person empfohlen. Auf der Website des BAFA findet sich eine Liste aller förderfähigen Kollektoren. Gegenwärtig beläuft sich die Förderung auf 140 Euro pro Quadratmeter. Eine um 50 Prozent höhere Förderung ist möglich, wenn die Solarthermie Anlage auf einem sehr gut gedämmten Gebäude errichtet wird. Auch andere energiesparende Maßnahmen werden mit einem Aufschlag auf die Förderung honoriert. Dazu gehören der Austausch eines alten Heizkessels gegen einen Brennwertkessel oder auch die Verwendung von Hocheffizienzpumpen in Solarthermie Anlagen. Anlagen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen, sind von der Förderung im Allgemeinen ausgeschlossen. Gleiches gilt für Anlagen auf Neubauten, auch hier ist gegenwärtig keine Förderung möglich.

Förderung von Anlagen ohne Heizunterstützung

In vielen Fällen ist auch eine Förderung von Anlagen ohne Heizunterstützung möglich. Auch hier gelten exakte Vorgaben hinsichtlich der Bruttokollektorfläche. Diese muss mindestens bei drei Quadratmetern liegen. Die Förderhöhe beträgt für diese Anlagen 50 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche, bei einer Fläche von 11 bis 40 m². Neubauten sind auch von dieser Förderung ausgeschlossen. Anders als die direkte Förderung durch das BAFA ist übrigens eine Förderung durch günstige Kredite der KfW für nahezu alle Maßnahmen möglich, die der Verbesserung der Energieeffizienz dienen.

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