BAFA Solarthermie Förderung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert neben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Installation von Solarthermieanlagen mit direkten Investitionszuschüssen. Ziel der Förderung ist eine möglichst hohe Energieeffizienz von Gebäuden. Weil über die Energieeffizienz eines Gebäudes nicht nur Einzelmaßnahmen entscheiden, wird die Durchführung mehrerer Maßnahmen zusätzlich honoriert. Der Artikel gibt einen Überblick zu den BAFA Fördermitteln, den Bedingungen und der Antragstellung.

Die Basisförderung

Recht einfach lässt sich die Höhe der Solarthermie Förderung bestimmen, wenn auf einem Bestandsgebäude eine Solarthermieanlage installiert werden soll, ohne zeitgleich die Heizung zu modernisieren oder eine Wärmedämmung vorzunehmen. In diesem Fall wird die Anschaffung der Anlage durch einen Festbetrag gefördert. Für größere Solarthermieanlagen wird statt dieses Festbetrags ein von der Kollektorfläche abhängiger Zuschuss gewährt. Die dazu erforderliche Größe der Kollektorfläche hängt vom Kollektortyp ab. Allgemein lässt sich sagen, dass Solaranlagen für normale Einfamilienhäuser diese Größe nicht erreichen, weswegen für private Verbraucher im Regelfall nur der Festbetrag von Bedeutung ist.

Maßnahme Basisförderung
Typ der Solarkollektoranlage Bruttokollektorfläche Gebäudebestand
Solarthermie zur Warmwasserbereitung 3 - 10 m² 500 €
11 - 40 m² 50 €/m²
20 - 100 m² keine
bis 14 m² 2.000 €
15 - 40 m² 140 €/m²
20 - 100 m² keine
Erweiterung einer bestehenden Solarkollektoranlage 50 €/m² zusätzlicher
Bruttokollektorfläche

Voraussetzungen für die Basisförderung

  • Die Solarthermieanlage muss auf einem Bestandsgebäude installiert werden. Anlagen auf Neubauten können nur im Rahmen der Innovationsförderung gefördert werden, wenn es sich um hocheffiziente Gebäude handelt („Sonnenhäuser“)
  • Bei Solarthermieanlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung ist eine Kollektorfläche von mind. 3 bis max. 40 m² förderfähig, wenn das Volumen des Pufferspeichers mind. 200 Liter beträgt
  • Bei Vakuum-Röhrenkollektoren müssen mindestens 7m² installiert werden und der Wärmespeicher muss mindestens 50 Liter pro m² umfassen.
  • Bei Flachkollektoren sind mindestens 9m² Kollektorfläche und 40 Liter Wärmespeicher pro m² erforderlich.
  • Bei der Erweiterung einer bestehenden Solarthermieanlage muss die Bruttokollektorfläche um mindestens 4 und max. 40 m² erweitert werden.
  • Die Solarkollektoren müssen auf der Liste der förderfähigen Kollektoren des BAFA stehen.

 

Voraussetzungen und Besonderheiten bei der Antragsstellung

Die Förderanträge müssen nicht zwingend vor dem Beginn des Projekts gestellt und bewilligt werden. Möglich ist auch eine rückwirkende Beantragung. Die Antragsfrist endet erst neun Monate nach dem Tag der Inbetriebnahme der Anlage. Wichtig ist ebenfalls, dass die BAFA-Förderung mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden kann. Dies gilt insbesondere für die Programme der Bundesländer. Die Gesamtförderung aus mehreren Programmen darf jedoch maximal doppelt so hoch sein wie die BAFA-Förderung allein. Wird dieser Betrag überschritten, kürzt das BAFA seine Förderung entsprechend.

Bonusförderung für kombinierte Maßnahmen

Von der Bonusförderung profitiert, wer Maßnahmen ergreift, um die Wärme aus der Solarthermieanlage besonders effizient zu nutzen. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen.

1. Wärmedämmung

Der offensichtlichste Weg besteht in einer besonders effizienten Wärmedämmung. Ist das Gebäude, auf dem die Solarthermieanlage installiert wird, besonders gut gedämmt, wird der Effizienzbonus gewährt. Auf die reguläre Förderung wird in diesem Fall ein Zuschlag von 50 Prozent gezahlt.

2. Heizungsmodernisierung

Wie auch schon in der Vergangenheit wird der Austausch eines alten Heizkessels gegen einen modernen Kessel mit dem Kesseltauschbonus belohnt. Seit 2015 können jedoch auch andere Investitionen in die Heizungsanlage im Rahmen dieses Programms zusätzlich gefördert werden. Dazu zählen zum Beispiel die Modernisierung der Pumpen oder der Heizkörper. Die Regeln dieser Förderung sind im Detail recht kompliziert. Nicht nur die Höhe der Förderung hängt davon ab, welche Maßnahmen genau durchgeführt werden. Unterschiedlich ist auch der Zeitraum, innerhalb dessen die einzelnen Modernisierungen durchgeführt werden müssen, um als Kombi-Maßnahmen anerkannt zu werden.

3. Anschluss an ein Wärmenetz

Dass auch der Anschluss an ein Wärmenetz zusätzlich gefördert wird, hat einen einfachen Grund. Eine vernünftig dimensionierte Solarthermieanlage liefert im Hochsommer zwangsläufig mehr Wärme, als im Haus benötigt wird. Ansonsten wäre sie im Frühling und im Herbst unterdimensioniert. Wenn diese überschüssige Wärme irgendwo genutzt werden kann, steigert dies die Effizienz erheblich.

Fazit: Energieeffizienz wird belohnt!

Die Förderung der Solarthermie wurde im Jahr 2015 deutlich verbessert. Die Regeln für die Basisförderung sind sehr einfach und übersichtlich. Die Regeln für die Bonusförderung sind komplizierter und erfordern in den meisten Fällen eine fachliche Beratung im Einzelfall. Aber sie erfüllen ihren Zweck: Es wird nahezu alles gefördert, was der Steigerung der Energieeffizienz dient. Die Antragsformulare stehen auf der BAFA Website zum Download bereit. Informieren Sie sich am besten gleich bei Fachbetrieben aus Ihrer Region zum Einsatz der Solarthermie.

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